Stadtteilprojekt in Mühlhausen
Menschen helfen...
...ist das Motto des Diakonischen Werkes Eichsfeld-Mühlhausen e.V.. Am 1. November 2008 konnten wir mit unserem neuen Projekt „gemeinsam leben - gemeinsam gestalten" beginnen. In Zusammenarbeit mit
der Caritas und mit Förderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und der Unterstützung der Stadt Mühlhausen wollen wir in unserem Projekt sowohl in Mühlhausen
lebende Spätaussiedler und Ausländer als auch die Einheimische erreichen, die von den herkömmlichen Angeboten der Sozialarbeit oft nicht erreicht werden. Durch aufsuchende Sozialarbeit, Beratungen
und Veranstaltungen wollen wir einen Beitrag zum nachhaltigen sozialen Frieden in Mühlhausen leisten.
Probleme erkennen...
....und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Heutzutage leben in Deutschland, laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, über 15 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund. Auch in Mühlhausen haben
viele Zuwanderer ihre neue Heimat gefunden. Einerseits bedeutet diese Bevölkerungsentwicklung eine Bereicherung der Gesellschaft, anderseits bringt sie mit sich auch viele Herausforderungen für uns
alle. Wir müssen solide und langfristige Lösungen finden, um die Spannungen und Konflikte zu mildern. In den Stadtteilen, wie „Ballongasse", „Am neuen Ufer" und „An der Unstrut" leben verhältnismäßig
viele Spätaussiedler und Ausländer. Der Anteil der Zuwanderer beträgt 4,2 % der gesamten Bevölkerung der Stadt Mühlhausen. Durch sprachliche und kulturelle Hemmnisse können die Spätaussiedler nur
begrenzt in dem gesellschaftlichen Leben teilnehmen oder sich sogar nach und nach aus diesem Leben zurückziehen. Es kommt zu Segregation und Entmischung der Wohnbevölkerung. Darüber hinaus hat die
Stadt Mühlhausen, ähnlich wie viele Städte in Ostdeutschland, einen Strukturwandel durchleiden müssen. Schwierige wirtschaftliche Lage, Langzeitarbeitslosigkeit, soziale Unsicherheit und
Perspektivlosigkeit bedeuten ein wachsendes Konfliktpotenzial, was immer öfter zu Auseinandersetzungen zwischen der Einheimischen und Zuwanderer führt.
Nachbarschaft gemeinsam gestalten...
...aktiv "mit" und nicht "für". Die Integration findet vor Ort statt. Durch unsere aufsuchende Sozialarbeit, direkte Kontakte mit Familien, sportliche und erlebnispädagogische Veranstaltungen wollen
wir nach Gemeinsamkeiten und nach dem Verständnis zwischen beiden Gruppen suchen. Wir möchten aktive Partizipation der Migrantinnen und Migranten in der Gestaltung unseren Angeboten fördern und
stärken. Bürgerliches Engagement und Anerkennung motiviert und gibt das Gefühl der Zugehörigkeit.

